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Bistro Giacometti

Gastfreundschaft mit Geschichte

Das Bistro Giacometti ist ein bezauberndes gastronomisches Lokal, das sich in einem historischen Hotelgebäude aus dem Jahr 1586 befindet, das in den Jahren 1885/88 erweitert wurde. In diesem Haus wuchs Giovanni Giacometti auf, der erste Maler der berühmten Künstlerfamilie, der dort zeitweise mit seiner Familie lebte.
Das Hotel Piz Duan mit dem angrenzenden Garten wurde von seinem Vater Alberto Giacometti erbaut, der zuvor als Gastwirt in Krakau und Bergamo Erfahrung gesammelt hatte.
Heute verbindet das Bistro Giacometti Tradition mit zeitgemässem Komfort. Die Speisekarte bietet lokale Spezialitäten, die – wann immer möglich – mit Zutaten von regionalen Produzenten zubereitet werden. Der Salone kann zudem für private Veranstaltungen reserviert werden.

Das Zusammenspiel zwischen Bistro Giacometti und die Fondazione Centro Giacometti wird über eine Vereinbarung geregelt.

Geplante Eröffnung: April 2026
Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. , Tel. +41 834 01 40

Logo Bistro Giacometti 300 

 

Geschichte des Hauses, in dem der Weg einer Künstlerdynastie von Weltrang seinen Anfang nahm: In diesem Haus wurde 1868 Giovanni Giacometti geboren, der erste Künstler der Familie. Während seiner Aufenthalte in Stampa kehrte auch sein Sohn Alberto regelmässig hierher zurück, ebenso wie der Maler Augusto Giacometti, der diesen Ort häufig besuchte. Mit dem Bau des Hotels Piz Duan entwickelte sich das Haus im Laufe der Zeit zu einem zentralen Bezugspunkt des gesellschaftlichen Lebens im Dorf.

Das Gebäude bei der Brücke von Stampa wurde 1586 von Theodosius Salis errichtet und ging 1666 in den Besitz der Familie Santi über. Im Jahr 1863 heiratete Alberto Giacometti senior Caterina Ottilia Santi, die Tochter des Hauses; zwei Jahre später übernahm er das Geschäft seines kurz zuvor verstorbenen Schwiegervaters Giovanni Dorigo Santi.

Rund zwanzig Jahre später liess Alberto Giacometti senior den angrenzenden Stall abreissen und durch das Hotel Piz Duan ersetzen, das 1888 eröffnet wurde. Mit dem Entwurf wurde der lokale Architekt Andrea Torriani betraut, während der Baumeister Somaini und der Maler Bernasconi aus der Region des Comersees stammten. Das Hotel bot gastronomische Abende und Theateraufführungen; daneben führte Alberto Giacometti einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb und ein Geschäft, während seine Frau für das Postamt zuständig war.

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Nach dem Tod von Alberto und Caterina Ottilia Giacometti übernahmen der jüngste Sohn Otto und seine Frau Maria Giacometti die Leitung der Post, des Hotels und des Ladens. Zwischen 1904 und 1906 beherbergten sie vorübergehend die Familie von Giovanni Giacometti mit seiner Frau Annetta sowie den Kindern Alberto, Diego und Ottilia. Nachdem Maria 1925 verwitwet war, verpachtete sie das Restaurant an Rodolfo Giacometti. In der Folge führten die Kinder Renzo, Bettina und Sina den Betrieb weiter, später auch der Enkel Giorgio Dolfi. Im Jahr 1927 wurde das Hotel durch ein Hochwasser teilweise zerstört. Mit einigen Veränderungen wurde das Gebäude bereits im darauffolgenden Jahr wieder aufgebaut.

Ab 1951 wurde der Hotelsaal unterteilt, um die Telefonzentrale der Schweizerischen Post aufzunehmen, die bis 1985 in Betrieb war. In den folgenden Jahren beherbergte der Raum die Kanzlei des Kreises Bergell sowie das Tourismusbüro. Mit der Zeit schloss das Lebensmittelgeschäft, und auch die öffentlichen Büros wurden verlegt. Die Räumlichkeiten des ehemaligen Hotels Piz Duan im Erdgeschoss blieben für einige Zeit ungenutzt.

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Im Jahr 2013 wurde die Unterteilung des Saales entfernt, was die Durchführung kultureller Veranstaltungen und Ausstellungen im Salone Giacometti ermöglichte. Seit 2023 wurde der Saal wieder in seine ursprüngliche Raumstruktur zurückgeführt und mit modernen Heiz- und Audioanlagen ausgestattet. Im Jahr 2026 wird schliesslich ein Bistro mit angeschlossener Küche eingerichtet, das Getränke und einfache Speisen anbieten wird und dem Ort damit seine historische Funktion als Stätte der Gastlichkeit und Begegnung zurückgibt.