Alberto Giacometti 1966. Die Entstehung eines Vermächtnisses
Dokumentarische Ausstellung anlässlich des Gedenkjahres 2026
Die Kunsthistorikerin Laurie Bischoff ist am Musée d’art et d’histoire de Genève tätig, wo sich das eindrucksvolle Selbstbildnis Giovanni Giacomettis von 1899 befindet. Seit 2021 arbeitet sie parallel an ihrer Dissertation an der Universität Genf, in der sie sich mit Alberto Giacometti und der Zeitschrift L’Éphémère auseinandersetzt.
Ausgangspunkt ihrer Untersuchung ist der Tod des Künstlers am 11. Januar 1966 und seine vier Tage später erfolgte Beisetzung, an der mehrere Mitglieder des Redaktionskomitees der französischen Zeitschrift L’Éphémère teilnahmen – darunter Jacques Dupin, Yves Bonnefoy, André du Bouchet, Michel Leiris, Gaëtan Picon sowie der Verleger Aimé Maeght. Betreut wird die Arbeit von Dr. Thomas Augais in Paris, Hochschuldozent für französische Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts an der Philosophischen Fakultät der Sorbonne-Universität.
Die dokumentarische Ausstellung von Laurie Bischoff setzt mit dem Tod Alberto Giacomettis ein und schliesst mit der Veröffentlichung der ersten Nummer der Zeitschrift L’Éphémère im Januar 1967. Die Ereignisse des Jahres 1966 werden in zehn thematische Kapitel gegliedert: die Geschehnisse im Januar 1966 in Chur, Stampa und Paris; die Ereignisse im März 1966 in Dänemark – insbesondere die Enthüllung der Skulptur Frau auf dem Wagen in Holstebro – sowie im Juni 1966 in Paris, Stampa und Basel. Hinzu kommen die Dreharbeiten zum Film Switzerland (offizieller Filmbeitrag zur Weltausstellung 1967 in Montreal) sowie die Auseinandersetzung des Tessiner Künstlers Felice Filippini mit Giacometti im Dezember 1966.
Jede präsentierte Etappe umfasst drei bis sechs Fotografien, die gemeinsam mit erläuternden Texten im alten Schützenhaus in Stampa gezeigt werden. Eine Zusammenfassung von Laurie Bischoffs Dissertation, basierend auf ihrer Ausstellung in Stampa im Sommer 2026, erscheint in Ausgabe Nr. 2 des Stampa Anzeigers, der Kulturzeitschrift des Centro Giacometti.
Die dokumentarische Ausstellung von Laurie Bischoff ist Teil eines umfangreichen Kulturprogramms des Centro Giacometti im Jahr 2026. Dieses umfasst unter anderem die Videoinstallation Einführung in die Familie Giacometti, die Fotoausstellung Alberto Giacometti in Stampa und Maloja sowie ein öffentliches Symposium, bei dem ausgewiesene Kenner von Leben und Werk Alberto Giacomettis zentrale Aspekte seines Schaffens im Bergell vertiefen.
Marco Giacometti, Präsident des Centro Giacometti

Foto:
Herbert Maeder
The Local History Archives Holstebro
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