Die Bergeller Maler Giovanni, Augusto und Alberto Giacometti haben so unterschiedlich gemalt, wie man es von grossen, eigenständigen Künstlern nur erwarten kann. Dies ist nicht nur bei ihren Portraits oder Stillleben der Fall, sondern auch bei den Bergell-Landschaften. Die Vielfalt der Landschaftsausschnitte rund um Stampa und ihres geologischen Hintergrundes auszuarbeiten und zur Geltung zu bringen ist denn auch das Ziel des Projektes «Berge in der Kunst», das bis 2027 in eine dokumentarische Dauerausstellung und einigen Wanderführern des Centro Giacometti zusammen mit Partnern münden soll.
Einen Einblick in eine solche Auslegeordnung und Präsentation bietet derzeit ein Blogeintrag von Lea Kämpf auf www.art24.com zum Thema der «Cima dal Largh», eines markanten Berges östlich von Stampa. Der Blog geht der im Werk dargestellten Bergkrone auf die Spuren … was bedeutete ihm dieser markante dreispitzige Berg? Welche Geschichte versteckt sich hinter diesem gemalten Berg?
Ich gratuliere der Autorin für die Gründlichkeit ihrer Recherche und für die Darstellung von historischen, biografischen und landschaftlichen Aspekten, welche die unglaubliche Diversität und Entwicklung in der Malerei der Giacomettis zum Ausdruck bringen. Das Centro Giacometti bekommt damit eine Vorlage für ihre künftige Arbeit, welche Kunstliebhaber vermehrt zum gezielten Wandern und Wanderer zum Museumsbesuch und zur Vertiefung von Kunst motivieren soll.
Marco Giacometti