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31. Juli 2026: Kulturpreis für Dr. Klaus Reinhardt

Die Fondazione Gaudenzio e Palmira Giovanoli und die Fondazione Centro Giacometti haben im Salone Giacometti in Stampa einen Abend rund um Natur, Kultur und Geselligkeit veranstaltet.

Das „verborgene“ Bergell: Einblicke in Natur und Kultur

Durch die Augen von Fotografen aus dem Bergell entdeckte das Publikum wenig bekannte Winkel unserer Berge und Alpweiden. Franco Tam präsentierte seltene und hochalpine Blumen aus dem Bergell, während Vittorio Scartazzini die Anwesenden anhand von Bildern, die während seiner Bergbesteigungen entstanden sind, mit auf eine Entdeckungsreise zu einigen der eindrucksvollsten Gipfel des Tals nahm. Zu sehen waren anspruchsvolle Aufstiege und beeindruckende Ausblicke von einigen Gipfeln der Bondasca und des Val Forno.

Diese Reise durch die Naturschönheiten des Bergells bot zugleich Gelegenheit, auch das kulturelle Erbe des Tals neu zu entdecken. Zum Abschluss des Abends erinnerte Rodolfo Maurizio an die Bedeutung der Arbeit all jener Menschen, die sich dafür einsetzen, das kulturelle Erbe des Tals zu dokumentieren, zu bewahren und an künftige Generationen weiterzugeben.

Insbesondere würdigte Maurizio die drei kulturhistorischen Forschungsarbeiten des Solothurner Juristen Klaus Reinhardt, aus denen drei wertvolle Publikationen hervorgegangen sind: Leggere la Bregaglia (2017), Das Bergell in Versen (2019) und Scür e clair / Finsternis und Licht (2021).

Die Fondazione Giovanoli in Maloja und die Fondazione Centro Giacometti ehrten ihn mit dem alternativen Bergeller Kulturpreis für seine tiefe Bewunderung für die Bergeller Sprache sowie für sein Geschick bei der Auswahl und Übersetzung von Texten. Dadurch hat er Gedichte von Luigi Giacometti und anderen Bergellern, die im Laufe der Jahrhunderte entstanden sind, auch der deutschsprachigen Bevölkerung zugänglich gemacht.

Besonders geschätzt wurde seine Bereitschaft, den Menschen im Bergell zu begegnen und mit ihnen zusammenzuarbeiten, um seine verlegerischen Projekte zu verwirklichen.

Auf dem Foto sind neben Klaus Reinhardt auch Renata Giovanoli-Semadeni, Regula Bücheler und Rodolfo Maurizio zu sehen, die seit vielen Jahren gemeinsam mit Reinhardt arbeiten.

Das Geschenk – ein Gefäss mit Deckel aus Speckstein aus der Werkstatt von Roberto Lucchinetti in Prosto di Piuro – soll ihn an seinem Wohnort im Kanton Solothurn auch in den kommenden Jahren an das Bergell und seine Menschen erinnern. Wir wünschen ihm, dass es noch viele sein werden.

Marco Giacometti